4. Spieltag der Thüringer Mannschaftsmeisterschaften (21.11.2010)

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Thüringenliga: Jenapharm Jena – VfL 1990 Gera                            4,5 : 3,5
Bezirksliga Ost: VfL 1990 Gera 2 – Jenapharm Jena 3                       3 : 5
Kreisliga Gera/Altenburg: VfL 1990 Gera 3 – SC Altenburg 3              4 : 1

Die Erste mit einer knappen Niederlage gg. die schier übermächtigen Jenaer, die mit durchschnittlich (!) über 200 Punkte höheren DWZ-Werten angetreten waren, die Zweite mit einer enttäuschenden Leistung gegen nur 7 Jenaer und die Dritte mit einem souveränen Sieg.

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Eine Antwort to “4. Spieltag der Thüringer Mannschaftsmeisterschaften (21.11.2010)”

  1. ednil Says:

    Schade, fast hätte es zu einem Mannschaftspunktgewinn gegen Jenapharm gereicht.
    Beide Teams hatten ihre Bestbesetzung am Start. Bestbesetzung bedeutete natürlich: Jena war an allen acht Brettern zum Teil mit fast 300 Punkten besser besetzt.
    Wieder einmal bewahrheitete sich der Fakt, dass wir uns in gewisser Weise immer dem Gegner anpassen. So konnten wir auch gegen die schier übermächtigen Jenaer mithalten.
    Relativ pünktlich ging es los.
    Nach zwei Stunden Spielzeit war im Prinzip noch nicht viel los. Jürgen wie gewohnt mit seinem „Sau“läufer auf b7 (nebst Bauern auf c6 und a6) und Mike als Schwarzer in „seiner“ Stammvariante (allerdings mit vertauschten Farben) standen etwas passiv, aber durchaus noch spielbar.
    Der Rest stand solide bis gut. Bernd sogar sehr gut.
    11.55 Bernd mit Remis gegen Bräuer (DWZ 2125). Leider berechnete er eine taktische Möglichkeit mit einem Opfer auf c7 falsch. Damit wäre er zu einer glatten Gewinnstellung gekommen. So konnte Jungstar Franz Bräuer die Stellung wieder neutralisieren und am Schluss Zugwiederholung forcieren. Das Bernd das erste Ergebnis liefert, ist auch sehr selten 0,5:0,5
    11:57 Nach mehrminütigen Nachdenken und Rücksprachen gab Sascha Darr (DWZ 2134) seine Weißpartie gegen mich remis. Gegen das vorjährige Oberliga-Brett 2 konnte ich in der komplizierten Stellung erschreckend gut mithalten. Eine taktische Möglichkeit mit +2 im 19. Zug ließ Darr verstreichen und stand einen Zug später beim Remisangebot auf –0,7. Kritiker bemängelten meinen fehlenden Kampfgeist, mit einem Randmehrbauern bei vollem Brett weiterzuspielen. Ich wollte mich bei der herannahenden Zeitnot (35 Minuten für 20 Züge) gegen solch eine Koryphäe nicht auf ein Handgemenge einlassen. Dass am Ende der Kampf 3,5 : 4,5 ausgehen würde, war zu diesem Zeitpunkt nicht zu erahnen. 1,0 : 1,0
    12:00 Auch Micha remisierte. Seine Zeitprobleme sind ja hinlänglich bekannt. Stellungsmäßig war gegen Thomas Kloß (DWZ 1985) sicherlich noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. 1,5 : 1,5
    12:57 Obwohl Mike eigentlich seinen Aufbau spielte (nur halt seitenverkehrt), wurde er von Frank Zipfel (DWZ 3037) nach allen Regeln der Kunst klassisch abgetragen. Mike, der sonst immer extrem viel Wert auf Gegenspiel legt, war praktisch 40 Züge lang damit beschäftigt, zu reagieren (statt zu agieren). Ich hoffe, er trägt keine bleibenden Schäden von dieser Partie davon. Nach solchen Partien hinterfragt man schon gern einmal den Sinn des (Schach)lebens. 1,5 : 2,5
    13:01 Gunter wieder einmal wie wir ihn kennen und lieben und seine Gegner ihn fürchten und hassen gelernt haben. Als Schwarzer schien er im Mittelspiel noch leichte Probleme zu haben. Als dann die Partie deutlich an Schärfe gewann, war er natürlich in seinem Element, zumal der Gegner auch kaum noch Zeit auf der Uhr hatte. Souverän trug er dann seinen Gegner Cornelius Middelhoff (DWZ 2046) mittels Königsangriff ab. Seine Performance nimmt diese Saison langsam beängstigende Formen an. Vielleicht ist eine IM- Halbnorm drin (kleiner Scherz, eine ELO- Auswertung der THL- Partien gibt es ja nicht …) 2,5 : 2,5
    13:05 Jürgen mit ZÜ. Sein positioneller Nachteil nahm während der Partie gegen Dr. Frank Rauhut (DWZ 1940) fast wieder kosmische Dimensionen an. Nachdem er sich in horrender Zeitnot fast noch einmal zurückgefightet hatte, überschritt er im 40. Zug bei unabwendbarem Qualitätsverlust die Zeit. 24 Sekunden waren augenscheinlich zur Ausführung dieses Zuges für ihn an diesem Tag zu wenig … Ich kann mich an Zeiten erinnern, als er in 24 Sekunden mehrere Dutzend Züge auf das Brett zuckte. 2,5 : 3,5
    13:17 Sven ist back! Dass ihm das langjährige 1.Brett verschiedener Oberligamannschaften Stefan Neidig (DWZ 2133) gegenübersaß, stieß bei Sven auf eine sich während der Partie beständig steigernde Ignoranz. Er baute in Ruhe seinen gefürchteten Königsangriff auf, öffnete unter Komplettaufgabe des Damenflügels Linien und Diagonalen am Königsflügel und brachte seinen Gegner mit kreativem, schwungvollem Lavieren zur Strecke. Fast ein Lehrbeispiel einer Partie! 3,5 : 3,5
    14:58 Jetzt quälte sich Achim noch allein 1,5 Stunden. Achim hielt anfangs gegen FM Stephan Haskamp (DWZ 2294!) gut mit, wurde dann aber vom extrem routinierten Gegner nach einem Bauernverlust ohne jegliche praktische Chance belassen. Der Mannschaftskampf war damit nach fast 6 Stunden verloren, auch wenn eine deutliche Steigerung gegenüber dem Apolda- Match zu konstatieren war. 3,5 : 4,5
    In der Tabelle gibt es drei Mannschaften mit 1:7 und mit uns noch eine weitere Mannschaft mit 3:5. Gegen alle vier spielen wir noch. Vorher gilt es aber noch, gegen die starken Langenberger (7:1 Punkte) zu bestehen.
    Da wir uns, wie eingangs erwähnt, immer den Mannschaften anpassen, wird es gegen Langenberg sicherlich ein enges Match geben ….
    Albrecht schrieb in seinem Bericht u.a.: „Bernd Kretzschmar, Michael Piontek und Mannschaftsleiter Volker Schönfeld spielten unentschieden, wobei in diesen drei Partien bei letzter Konsequenz durchaus auch ein halbes Brettpünktchen mehr und damit mindestens ein Mannschaftspunkt möglich war.“
    Ich möchte ergänzen: Wieso nur in diesen drei Partien? Auch bei Jürgen, Mike oder sogar bei Achim wäre rein rechnerisch sogar ein GANZES Brettpünktchen mehr möglich gewesen!


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