3. Spieltag der Thüringer Mannschaftsmeisterschaften (22.11.2009)

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Thüringenliga: TSG Apolda    –      VfL 1990 Gera              3,5 :4,5 !!

Bezirksliga Ost: VfL 1990 Gera 2  – TuS Osterburg Weida     3 :5

Kreisliga Gera/Altenburg: VfL 1990 Gera 3    – Meuselwitzer SV 2     2 : 3

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Veröffentlicht in Allgemein. 2 Comments »

2 Antworten to “3. Spieltag der Thüringer Mannschaftsmeisterschaften (22.11.2009)”

  1. ednil Says:

    Der Tag des ersten wirklichen Auswärtsspieles in dieser Saison begann eigentlich wie immer in den letzten fast 10 Jahren: Warten auf Achim. Ein Anruf 7 Minuten nach dem vereinbarten Trefftermin ergab „Ich bin „schon“ in der Straße des Bergmanns …“
    Aber Achim war als langjähriger Apoldaer Spieler natürlich unser lebendes „Navi“, und so kamen wir trotzdem noch 8.45 am Schloss zu Apolda an.
    Überpünktlich 8.58 begann der Wettkampf.
    11.34 Micha machte Remis in eigentlich gar nicht so unaussichtsreicher Stellung. Sein vorheriges minutenlanges Minenspiel, welches stets im Gegensatz zu seiner aktuellen Stellung zu sein scheint, war wieder eine Augenweide … 0,5 : 0,5
    11.47 Achim machte nach Rücksprache in besserer Stellung gg. Maiwald (DWZ 2093) remis. Sein 1.b4 zeigte dieses mal keine Schwächen, so dass er zu seiner ersten Punktausbeute am Schlachtbrett 1 kam. 1 : 1
    12.00 Auch Jürgen machte remis. Wir waren alle schon etwas beunruhigt, weil er nach der Eröffnung ganz entgegen seinem sonstigen Naturell als Schwarzer ziemlich gut stand. Eigentlich immer ein schlechtes Zeichen für seinen Partieausgang. Zu diesem Zeitpunkt standen Mike, natürlich Sven und meine Wenigkeit sehr aussichtsreich, so dass das Remis in Ordnung ging. 1,5 : 1,5
    12.35 Bernd unterlag in einer wie immer mit unorthodoxen Stellungsbildern gepflasterten Partie dem Bundesligaschiedsrichter Goemann. 250 DWZ Punkte Unterschied waren auf Dauer dann doch nicht zu kompensieren 1,5 : 2,5
    12.58 Nachdem ich meinen Gegner (Matthias Schmidt DWZ 1995, langjähriger Oberligaspieler für Jenapharm Jena) eröffnungsmäßig ziemlich rasiert hatte (+1,70 nach 13 Zügen), bekam ich unüblicherweise Zeitprobleme. Für die ersten 13 Züge verbrauchten mein Gegner und ich zusammen über 3,5 Stunden. Allerdings mussten völlig absurde Stellungen durchgerechnet werden. In einer der Hauptvarianten konnte ich im 13. Zug bei vollem Brett einen Bauern umwandeln. Allerdings nicht zur Dame sondern in der besten Variante zum Springer (!)
    Im Zeitnotgehacke ab dem 20. Zug reklamierte ich mehrmals, dass mein Gegner weder Züge, noch Striche noch Punkte oder irgendwas auf seinem Formular verewigte, musste mich dann aber vom lautstark herbeigerufenen Bundesligaschiedsrichter Goemann beleeren lassen, dass man bei unter 5 Minuten überhaupt nichts mehr notieren muss, also sein Partieformular getrost erst einmal zu Boden werfen kann. Auch kam ich mit den in Apolda verwendeten Uhren überhaupt nicht zurecht. Ich hatte kein Gefühl dafür, ob ich noch 3 oder nur noch eine Minute Restbedenkzeit hatte. Was soll’s? Im 30. Zug bei schon besserer Stellung für ihn bot mir Matthias Schmidt bei ca. 40 Sekunden auf seiner Uhr remis, was ich natürlich nun annehmen musste. Schade, wieder mal eine +- Stellung zum Remis verdorben L
    2 : 3

    13.55 Nach knapp 5 Stunden gab Sven’s Gegner endlich auf. Sven wie immer mit solider Eröffnung um scheinbar aus dem Nichts heraus einen Königsangriff aufzubauen. Nur mit Qualitätsverlust konnte sein sich permanent in Zeitnot befindlicher Gegner retten. Die technische Realisierung des Vorteils war für Sven naturgemäß nur noch Formsache. Seine Bilanz in der Thüringenliga: 3 aus 3 !! Damit stand es 3 : 3 im Match.
    Es schien kritisch zu werden. Mike hatte inzwischen seinen Vorteil verspielt und einen Bauern im Turmendspiel weniger und Gunters Stellung war bei ungleichen Material extrem schwer einzuschätzen.
    14.52 Mikes Gegner (Krug, DWZ 1934) gab seine chancenlosen Versuche auf, aus einem Turmendspiel mit zwei Bauern gegen einen Bauern doch noch den vollen Punkt zu quetschen. Damit stehen sowohl Mike und Micha als auch ich bei jeweils drei Remisen aus drei Partien in dieser Saison.
    Beim Stand von 3,5 : 3,5 spielte nun nur noch Gunter. Die klassische Situation aus vielen engen Matches der Vergangenheit! Die Materialverteilung war völlig unklar: Gunter hatte einen Läufer und 3 isolierte, blockierte Bauern, der Gegner hatte noch 6 Bauern, wobei nur einer isoliert war. Es war nicht zu sehen, wie die Bauernphalanx aufzuhalten ist. Aber die Körpersprache von Gunter stimmte. Trotz auf ihn zurollender Bauernlawine führte er seine Züge in der für ihn bekannten und allseits gefürchteten Geradlinigkeit aus, verließ immer wieder trotz nur noch geringer Bedenkzeit das Brett und den Raum um kurze Zeit später wieder flotten Schrittes zu erscheinen, sich seinen Weg durch die Menschentraube am Brett bahnend. Er war wieder einmal zur Kampfmaschine mutiert. Und sein Gegner Roberto Rohmeiß (DWZ 2061) zeigte wirklich Nerven: aus einer Stellung +9 machte er in 5 Zügen eine Verluststellung. Nun kulminierte die Situation noch einmal. Gunter führte einen Zug aus und bot remis, stand auf und ging wieder seiner Wege. (bei ca. 2 Minuten auf der Uhr !) Als er zurückkam, führte Rohmeiß seinen Zug aus und sagte, er würde das Remis annehmen. Gunter lehnte ab, worauf umstehende Kiebitze argumentierten, dass er doch selbst das Remis geboten hätte. Wieder wurde lautstark nach dem Bundesligaschiedsrichter zwei Zimmer weiter gerufen und die Uhren bis zur Klärung des Sachverhaltes angehalten. Die Problematik war klar, durch die Zugausführung war das Remisangebot von Gunter abgelehnt, also konnte Rohmeiß es auch nicht mehr verbal annehmen. Er hätte einfach die Uhr anhalten und sein Partieformular unterschreiben sollen und die Sache wäre klar gewesen. Der Rest der Partie ging schnell über die Bühne. Gunter verwandelte seinen letzten Bauern zur Dame und man spielte noch einige Züge mit König gegen Dame + König.

    Damit waren 15:02 Uhr alle Partien im Schloss beendet.
    Nach dem Spielverlauf etwas glücklich, feierten wir schon den zweiten 4,5 : 3,5- Sieg, wonach der Rest der Saison etwas entspannter angegangen werden kann. (zumal sowohl Waltershausen als auch Ammern wieder verloren haben) Es sei denn, es steigen wieder einmal drei Mannschaften ab (bei 2 Absteigern aus der Oberliga). Dann befinden wir uns natürlich noch in akuter Abstiegsgefahr …

    • Mike Says:

      Feiner Beitrag, Volker. Ich würde es so sagen: Der Sieg war glücklich, aber auch nicht unverdient. Wir waren insgesamt aktiver und risikobereiter, wenn man alles zusammen nimmt. PS: Mal sehen, wer am Ende als König der Remisen dastehen wird, nachdem Achim und der Elo-Riese jetzt auch noch damit anfangen…
      Mike.


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